Digitalisierung von Netzwerkinfrastruktur mit PIX4D
Die Multinet Communication AG ist ein schweizweiter Infrastruktur- und Servicepartner für Telekommunikationsnetze. Multinet verfügt über fundierte Expertise im Bereich FTTx und Glasfaserinfrastruktur. Wir haben mit Yves Däppen, Mitglied der Geschäftsleitung, über die Auswirkungen der Digitalisierung ihres Bau-Workflows mit PIX4Dcatch und einem RTK-Gerät gesprochen.
Die Herausforderungen traditioneller Methoden bei der Vermessung von Netzwerkinfrastrukturen
Der Bau von Telekommunikationsinfrastruktur umfasst alles vom Erdaushub und der Rohrverlegung bis hin zur Dokumentation der fertigen Arbeiten für die GIS-Karte des Netzbetreibers. Zuvor mussten die Teams alle kritischen Messungen im Untergrund manuell mithilfe einfacher Zweipunktverfahren erfassen.
Die Lösung: Digitalisierung von Baustellen-Workflows mit PIX4Dcatch
Bei der Suche nach einer neuen Lösung war es entscheidend, dass sie einfach und effizient ist, damit die Baustellenteams die Messungen direkt vor Ort selbst durchführen können – idealerweise sofort nach der Fertigstellung eines neuen Bauabschnitts.

Dabei musste berücksichtigt werden, dass die Teams im Außendienst keine ausgebildeten Vermesser sind und teils weniger technologieaffin sind. Die digitalen Tools mussten daher intuitiv, robust und mit minimalem Schulungsaufwand einsatzbereit sein.
Um hochpräzise Ergebnisse ohne aufwendige Einstellungen zu gewährleisten, wird ein RTK-Gerät mit der mobilen App gekoppelt, um direkt vor Ort eine vermessungstechnische Genauigkeit zu erzielen. Gleichzeitig mussten die Daten so präzise und rückverfolgbar sein, dass sie eine qualitativ hochwertige Dokumentation liefern, wodurch spätere Nachmessungen oder Folgeinspektionen komplett überflüssig werden.
Das Ergebnis: Mehr Effizienz durch PIX4D und mobiles Scannen
Durch den Einsatz von PIX4D konnte Multinet die Herausforderungen der bisherigen manuellen Messmethode erheblich reduzieren. Das traditionelle Verfahren hing stark vom Auffinden geeigneter Referenzpunkte und vom Einsatz professioneller Vermessungsteams ab. Da in der gesamten Schweiz temporäre Baustellen und offene Gräben oft kurzfristig entstehen und sofortiges Handeln erfordern, ist es eine logistische Herausforderung, jedes Mal ein professionelles Vermessungsteam vor Ort zu schicken.

Daher war es für Multinet von entscheidender Bedeutung, dass die neue Lösung einfach und effizient direkt auf der Baustelle eingesetzt werden kann - idealerweise sofort, nachdem die Leitungen im Graben verlegt wurden. Mit der Smartphone Scanning-App PIX4Dcatch kann das Netzbauteam den gesamten Graben inkl. bestehender oder neu verlegter Infrastruktur direkt vor Ort erfassen und zur automatischen Erstellung eines 3D-Modells in die PIX4Dcloud hochladen.
In der Cloud werden dann die relevanten Infrastrukturobjekte als Vektoren (.dxf; .shp) extrahiert, um dann in die GIS-Systeme der Netzbetreiber übertragen zu werden. Dieser Ansatz ist nicht nur einfach umzusetzen, sondern reduziert auch menschliche Fehler erheblich und macht etwaige Abweichungen zwischen der ursprünglichen Planung und der tatsächlichen Ausführung weitaus transparenter und nachvollziehbarer.
Was waren die Vorteile bei Genauigkeit, Zeit und Kosten?
Der Proof of Concept (PoC) zeigte klare betriebliche Vorteile gegenüber der traditionellen Vermessung:
- Schnellere Datenerfassung: Reduziert den Zeitaufwand sowohl für die Erfassung im Außendienst als auch für die anschließende Datenverarbeitung drastisch.
- Nahtlose Systemintegration: Der vollständig digitale Workflow eliminiert Medienbrüche (Datenlücken) und ermöglicht einen reibungslosen Datenfluss in das GIS des Netzbetreibers.
- Geringerer Overhead: Weniger manuelle Datenübertragungen bedeuten eine geringere Fehleranfälligkeit und eine effizientere Datenverarbeitung.
- Optimierte Qualitätskontrolle: Reduziert den Aufwand für nachträgliche Prüfungen, Datenverifikationen und kostspielige Folgeinspektionen vor Ort erheblich.
Gab es bestimmte Funktionen von PIX4D, die entscheidend für den Erfolg waren?
Ausschlaggebend für den Erfolg waren vor allem die Benutzerfreundlichkeit und die einfache Datenerfassung vor Ort. Der Erfassungsprozess ist so gestaltet, dass selbst Mitarbeitende ohne tiefere Vermessungskenntnisse die Lösung nach einer kurzen Einführung bedienen können. Dies war für den Einsatz bei Multinet besonders wichtig, da die Erfassung direkt von den Netzbauteams auf der Baustelle durchgeführt werden muss.

Ein weiterer wichtiger Faktor war die flexible Nutzbarkeit der Lösung bei kurzfristigen und lokal begrenzten Einsätzen. Dadurch eignet sie sich hervorragend für den schweizweiten Netzbau-Kontext, in dem neue Anlagen, Erdaushübe oder Engpassbeseitigungen oft sehr kurzfristig dokumentiert werden müssen.
“Mit PIX4D haben wir nun auch im Bereich des Werkseinmasses eine Lösung, die zur innovativen und digitalisierten DNA unseres Unternehmens passt. Besonders überzeugt haben uns die einfache Anwendung vor Ort, die digitale Weiterverarbeitung ohne Medienbruch und die Möglichkeit, eine bisherige Schwachstelle im Prozess gezielt zu verbessern und dadurch die Qualität unserer Dienstleistungen für unsere Kunden insgesamt weiter zu erhöhen." - Yves Däppen, Mitglied der GL, Head of Business Excellence
Durch den Ersatz veralteter, manueller Messmethoden durch einen intuitiven mobilen Scanning-Workflow hat Multinet klare betriebliche Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit, Integration und Qualität erzielt. Der erfolgreiche Einsatz von PIX4D hat Datenlücken geschlossen, nachgelagerte Betriebskosten drastisch gesenkt und die Position von Multinet als hocheffizienter Infrastrukturpartner in der gesamten Schweiz gestärkt.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Das Problem: Herkömmliche manuelle Vermessungen von Glasfasergräben waren zeitaufwendig, stark von Referenzpunkten abhängig und erforderten oft spezialisierte Vermessungsteams.
Die Lösung: Die Teams vor Ort nutzen PIX4Dcatch in Verbindung mit einem RTK-Gerät, um offene Gräben unmittelbar nach dem Bau mit vermessungstechnischer Genauigkeit zu scannen – die Anwendung ist für jeden vor Ort einfach zu bedienen.
Die Auswirkungen: Das Scannen beschleunigt die Datenerfassung, ermöglicht den nahtlosen Export von 3D-Modellen in GIS-Kartensysteme (.dxf/.shp), reduziert menschliche Fehler und verringert den Aufwand für nachfolgende Baustellenbegehungen.



